Vandana Shiva

Vandana ShivaVandana Shiva, geboren 1952 in Dehradun, Indien ist eine indische Umweltschützerin, Bürgerrechtlerin und Feministin. Sie bekam 1993 den Alternativen Nobelpreis, weil sie “Frauen und Ökologie im Zentrum des modernen Diskurses um Entwicklungspolitik platziert” habe. Als Kind erlebte sie, welche gravierenden Auswirkungen die wirtschaftliche Erschließung auf die Umwelt in ihrer Umgebung hatte.

Sie studierte unter anderem in Kanada Physik und promovierte an der University of Western Ontario mit einer Arbeit zur Quantenphysik. Statt einer möglichen wissenschaftlichen Karriere in den USA entschied sie sich dafür, nach Indien zurückzugehen. Im Kuhstall ihrer Mutter richtete sie ein Labor ein, aus dem sie die Bevölkerung in einem Kampf gegen die Rodung großer Gebiete mit Fachwissen unterstützen wollte.

Sie engagierte sich seit den 1970ern unter anderem in der ersten indischen Umweltbewegung, der Chipko-Bewegung. Dies ist eine Bewegung indischer Frauen zum Schutz der Wälder. Die Frauen umarmten Bäume und ketteten sich an diesen fest, um sie vor der Abholzung zu retten. Schließlich erreichten sie, dass die Regierung Kredite zur Verfügung stellte, um die örtlichen Gemeindewälder zu erhalten. Vandana Shiva versuchte vor allem ihr Fachwissen zu benutzen, um die mit internationalen Wirtschaftsorganisationen und staatlichen Stellen wenig vertrauten Einheimischen vor einer Übervorteilung zu schützen.

Neben ihrem sozialen Engagement berät sie auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen. 1982 gründete sie die Research Foundation for Science, Technology and Ecology.

Als Globalisierungskritikerin engagiert sie sich vor allem gegen transnationale Unternehmen, die ihrer Meinung nach versuchen, zunehmenden Einfluss auf die indische Landwirtschaft zu nehmen.

Vandana Shiva ist zusammen mit Jerry Mander, Edward Goldsmith, Ralph Nader und Jeremy Rifkin eine Vorsitzende des International Forum on Globalization. Vandana Shiva ist Mitglied des Club of Rome und des Exekutivkomitees des Weltzukunftsrates.

Die von Vandana Shiva 1991 ins Leben gerufene Organisation Navdanya (“Neun Saaten”) sieht sich als Pionier einer Bewegung zur Sicherung von Saatgut traditioneller Nahrungspflanzen. Navdanya sammelt und sichert regionale Sorten und baut sie auf der Versuchsfarm im nordindischen Dehradun am Fuß des Himalaya an. Navdanya will biologischen Anbaumethoden fördern, die Bauern schützen, die Bevölkerung mit guten Lebensmitteln versorgen und lokale Märkte stärken. Navdanya installierte 46 Saatgutbanken in ganz Indien und hat inzwischen nach eigenen Angaben rund 200.000 Bauern geholfen.

Auszeichnungen Vandana Shiva:

  • 1993 – Alternativer Nobelpreis (Right Livelihood Award), weil sie, 
so die Jury, Frauen und Ökologie im Zentrum des modernen 
Diskurses um Entwicklungspolitik platziert habe.
  • Global 500 Award des UN

  • Das Time-Magazine zeichnete sie als eine von fünf Heroes for the 
Green Century aus
  • 2009 Save the World Award in Österreich
  • 2010 Auszeichnung mit dem Sydney-Friedenspreis
  • 2012 “Glas der Vernunft” – Bürgerpreis Kassel
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